Zentralasien und die IFA        

3. September 2010

Almaty, Kasachstan

Ende August war ich auf der Zentralasiatischen Medienwerkstatt in Almaty, Kasachstan – einem Journalismus-Workshop mit fünf Teilnehmern aus Deutschland und insgesamt zehn aus Kasachstan, Kirgistan und Usbekistan. Herausgekommen sind sechs Texte und einige Bilder über schwul-lesbisches Leben in Kasachstan oder über überquellenden Internetcafés:

Internetcafés in Almaty: Schwitzen ohne Sport

Ein Surren wie im Bienenstock. Es ist stickig heiß, klebrig schweißig steht die Luft in dem kleinen Raum, es fällt schwer zu atmen. Aber die zehn jungen Kasachen in dem Internetklub an der Töle-Bi-Straße in Almaty stört das nicht. Sie bringen Höchstleistung, gehen an ihre Grenzen. Die Klickfrequenz liegt bei mehreren hundert Mal pro Minute. Denn sie wollen gewinnen.

Zur Seite der 4. Zentralasiatische Medienwerkstatt

IFA, Berlin

Außerdem bloggen die NJB-Kollegen gerade von der IFA:

Nachlesen, anhören, anschauen auf dem tecwatch-blog

    Ausgebrannt? Fränkische Obstbrenner        

31. Juli 2010

“Schlehengeist, Felsenkirschwasser, Berlepsch-Apfelbrand: Die Vielfalt an Schnäpsen in Unter-franken ist einzigartig. Noch, denn die Tradition des Obstlerbrennens ist in Gefahr: Die EU will das Branntweinmonopol kippen, die Subventionen für Kleinbrenner sollen bis 2017 auslaufen. Da sich dann das Geschäft nicht mehr lohnt, werden viele Brennereien schließen müssen. Und auch die fränkische Kulturlandschaft ist bedroht: Streuobstwiesen sind ein wichtiger Teil des Ökosystems und bieten Specht, Steinkauz und Wildbiene Unterschlupf. Jetzt droht Verwilde-rung. Brenner wie Alfons Kraft kämpfen für ihre Tradition und streben eine neue Förderung an.”

Film anschauen auf dem quer-Blog.


    Ministerpräsident bei quer        

31. Juli 2010

Interview und Hintergrundfilm anschauen:

Tod oder Gladiolen?

    Antideutsche gegen Straßenpatriotismus        

31. Juli 2010

“Wir schreiben das Jahr 20 nach dem letzten WM-Titel. Ganz Deutschland jubelt unserer Fußball-Nationalmannschaft zu. Ganz Deutschland? Nein. Ein von unheilvollen Vorahnungen geplagtes Grüppchen hört nicht auf, dem schwarzrotgoldenen Rausch Widerstand zu leisten – in tiefer Sorge vor dem nationalistischen Schreckgespenst.”

Zu sehen gibt des das Filmchen auf dem quer-Blog.

    Deutschlandfunk: Journalisten im Visier der Bosse        

4. Juli 2010

In Mexiko herrscht ein blutiger Konflikt mit den Drogenkartellen. Und die Drogenbosse ermorden auch immer häufiger kritische Journalisten. Die reagieren mit Selbstzensur oder Exil – und entdecken das Web als Organ für offene Worte.

“Ich bin der Boss aller Bosse”, singt die mexikanische Band Los Tigres del Norte. “Jeder kennt mich und jeder respektiert mich. Mein Name wird trotzdem nie in der Zeitung stehen, denn was in die Medien gerät, entscheide ich.”

Das Lied ist eine ironische Hommage an den größten mexikanischen Drogenboss: Miguel Angel Felix Gallardo, genannt der Herr der Himmel. Es beschreibt, wie der Drogenkonflikt die mexikanische Kultur und die Medien prägen. Das Lied ist aus dem Jahr 1997, und es ist aktueller denn je: Denn der Einfluss der Kartelle auf die Medien wächst und die Zahl der Übergriffe auf Journalisten steigt: In zehn Jahren wurden über 60 Medienschaffende ermordet, 13 gelten als vermisst. Wer in das Visier der Narcos, der mexikanischen Drogenmafia, gerät, der lebt in großer Gefahr, sagt Jaime Martinez Ochoa.

Auf der Seite es Deutschlandfunks kann man den Beitrag anhören oder ganz lesen.

    Sorgentelefon für Studenten        

1. Juni 2010

Einfach nur zuhören: Am Sorgentelefon Nightline helfen Studenten ihren Kommilitonen in allen Lebenslagen – und leiden dabei oft selbst.

Die Nacht beginnt mit einer Lüge. Sandra Meister packt ihren Laptop in die Tasche, legt ein Buch dazu und nimmt ihren Ordner für den nächsten Tag an der Uni unter den Arm. “Bis morgen”, sagt sie zu ihren Mitbewohnern, “ich übernachte bei meinem Freund.” Meister geht aus dem Haus in Richtung Innenstadt. Doch sobald sie außer Sichtweite ist, biegt sie vom Weg ab. Sie will nicht zu ihrem Freund, der ist an diesem Sonntag gar nicht in Heidelberg.

Zum Text auf sueddeutsche.de.

    Nachtrag: Unternehmen und Social Media        

31. Mai 2010

Wer in den vergangenen Wochen viel Zeit in Facebook verbrachte, konnte den Eindruck gewinnen, BP habe die Lage im Golf von Mexiko unter Kontrolle: Einsatzpläne, Luftbilder, Kontakte für freiwillige Aufräumhelfer – alles stellte der Konzern gebündelt ins Netz…

Hier der Nachtrag zum Carta-Beitrag “Twittern aus Imagegründen” – zum Nachhören. Wie Unternehmen die sozialen Netzwerke nutzen. Mit Thomas Pfeifer und Pia Kleine Wieskamp.

Unternehmenskommunikation in sozialen Netzwerken – Florian Meyer

    “Die kriegen die schönsten Frauen”        

26. Mai 2010

Apatzingán, in der Mitte des mexikanischen Bundesstaates Michoacán, ist ein Loch. Eine heiße, staubige Kleinstadt zwischen Sierra Madre und Pazifikküste mit niedrigen, halbfertigen Backsteinhäuschen.

Apatzingán ist zu allem Überfluss auch noch ziemlich unbedeutend: Überregional bekannt ist es höchstens noch wegen seiner besonders scharfen Salsa Roja oder weil dort 1814 die erste mexikanische Verfassung unterzeichnet wurde. Ansonsten kennt man Apatzingán wegen seiner Verstrickungen in den Drogenhandel.

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    Twittern aus Imagegründen        

25. Mai 2010

Soziale Netzwerke wachsen. Auch Unternehmen wittern ihre Chance: Mit eigenen Profilen suchen sie direkten Kontakt zu Kunden, antworten auf Fragen und treten als nahbare Konzerne auf. Doch noch dienen die Netzwerke vor allem zum Reputationsgewinn.

Am 20. April 2010 explodierte die Ölplattform „Deepwater Horizon“. Zwei Tage später sank die Bohrinsel, eine Menge Rohöl strömte ins Meer – mit verheerenden Folgen für Meer und Küste. Die Auswirkungen der Katastrophe waren auch im Netz zu sehen, auf Nachrichtenseiten, Blogs und in den sozialen Netzwerken.

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    Moonwalk am Promenadeplatz        

8. April 2010

Münchens Michael-Jackson-Fans wollen ein Denkmal für ihr Idol. Der Stadtrat fürchtet jedoch eine “Denkmalitis”. Ein erbitterter Streit ist entbrannt.

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